Ein weiteres Remis gab es in der Partie gegen den Meister aus dem Norden, dem MTV Oldendorf (7:11 und 11:8). Dies war so vor der Partie sicher nicht zu erwarten gewesen, denn mit Jasper Weusthoff stand hier mit dem IFA-Award als bester Nachwuchsfaustballer Deutschlands ausgezeichneter Spieler auf dem Feld, der vor kurzem ebenfalls zum Weltmeister-Team in der U18 gehörte. Mit Respekt, aber voller Zuversicht ging der TVO in diese Partie. Im ersten Satz reichte es allerdings nicht zum Satzgewinn. Im zweiten Durchgang gelangen den Kirbachtälern dann einige gute Ballwechsel. Mit 4:6 lagen sie auch hier bereits zurück, aber dann bekamen sie das Spiel immer besser in Griff. Das Angriffsspiel war sehr überzeugend und so sicherten sich die TVOler den zweiten Satz verdient mit 11:8. Am Anfang Respekt, am Ende Stolz. Schließlich hatte man dem favorisierten Oldendorfern den einzigen Satzverlust in der Gruppenphase zugefügt.
Nun waren die TVOler im Turnier angekommen und im letzten Gruppenspiel gegen die SG TSV Hagen/USC Bochum gab es dann endlich den ersten Sieg. Mit 14:12 und 11:8 setzte sich der TVO durch. Und musste dennoch zittern, ob es für den Einzug ins Viertelfinale reichte. Denn der TVO und die TuS Wakendorf lagen mit 4:4 Punkte und 4:4 Sätzen gleichauf. Letztlich musste das Ballverhältnis entscheiden und hier hatten die Kirbachtäler die Nase vorn. Obwohl die Platzverhältnisse aufgrund der starken Regenfälle immer schlechter wurden, hatte sich die Abwehr der Ochsenbacher stabilisiert. Punkt um Punkt holte das Team, aber es ging trotzdem in die Verlängerung. Belohnten sich mit dem 14:12 für ihre kämpferisch herausragende Leistung. Den Schwung nahmen sie in den zweiten Satz mit und erspielten sich schnell eine 3:0 Führung, doch diese war leider auch schnell wieder verspielt. Aber davon ließen sich die TVOler nicht beeindrucken. Sie überzeugten mit starkem Teamgeist und holten sich auch den zweiten Satz mit 11:8.
Als dritter der Gruppe B ging es am Sonntag gegen den zweiten der Gruppe A, den SC DhfK Leipzig. Die Viertelfinalpartie am Sonntag war eine hochspannende Angelegenheit und ging über drei Sätze: 12:10/10:12 und 11:9.
Bei deutlich besseren äußeren Bedingungen im Vergleich zum Vortag ging es in die entscheidende Partie. Hochmotiviert zeigte sich das ganze TVO-Team und lag trotzdem mit 5:7 zurück. Das Trainerteam nahm eine Auszeit. Danach wurde der Rückstand wettgemacht und beim 9:9 nahm dann Leipzig eine Auszeit. Davon ließ man sich beim TVO nicht beeindrucken und holte sich den Satzgewinn.
Jeder Ballwechsel war auch im zweiten Durchgang umkämpft. Dieses Mal unterlag der TVO jedoch mit 10:12.
Der dritte Satz musste also die Entscheidung bringen. Es begann richtig gut: 4:0 Führung. Bei der Auszeit beim 10:8 wurde deutlich, dass alle im Team den Sieg wollten. Mit einem Ass zum 11:9 machte Finn Hummel den Sack zu. Das Ziel Halbfinale war geschafft. Der größte Erfolg schon jetzt. So weit war die Mannschaft noch nie gekommen.
Und hier ging es erneut gegen den MTV Oldendorf. Der TVO kämpfte auch hier, unterlag aber am Ende mit 8:11 und 7:11. Immerhin konnten sie lange mithalten, aber in den entscheidenden Spielphasen waren es Kleinigkeiten, die fehlten.
Noch war der Sprung aufs Treppchen möglich. Schnell ging der Blick nach der Niederlage nach vorn. Im Spiel um Platz drei trafen die Ochsenbacher gegen die SG SV Kubschütz/SSV Heidenau. Bei diesem Aufeinandertreffen lief es im Vergleich zur bitteren Auftaktniederlage besser. Dem TV Ochsenbach glückte die Revanche. Sie gewannen mit 11:9 / 5:11 und 11:9. Im ersten Satz ging es hin und her 4:1 Führung, dann beim 7:7 wieder alles offen und am Ende knapp die Nase vorn mit 11:9. Durchgang zwei begann mit einem Schreckmoment für den TVO. Tim Hummel musste nach einem Gesichtstreffer vom Spielfeld. Das Team war völlig von der Rolle und verlor deutlich mit 5:11. Im dritten Satz konnte er wieder auflaufen und nun lief es richtig rund: tolle Ballwechsel und platziert geschlagene Angaben gab es auf Seiten der Ochsenbacher zu sehen. Das Team strahlte richtiggehend Spielfreude aus und verwandelte den zweiten Matchball.
Mit der Bronzemedaille um den Hals konnte nun endlich gefeiert werden.
Für den TVO spielten:
von links: Emily Böhmer/Nico Schmid/Theo Ott/Paul Schülke/Tim Hummel, Lucas Schmandke und Finn Hummel.